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Zero Waste - 10 Tipps für eine plastikfreie Küche


Mir ist besonders im letzten Jahr aufgefallen, wie viel Abfall sich über die Woche in meiner Küche ansammelt. Die meisten Produkte die man im Supermarkt kauft, sind in Plastik verpackt - ja selbst das Bio-Gemüse wird mit umweltschädlichem Plastik eingedeckt. Fürs neue Jahr habe ich mir deshalb vorgenommen, meinen Beitrag zu leisten und den Plastikverbrauch so gut es geht zu reduzieren. Der Umwelt zuliebe!

Ich muss gestehen, ich hatte letzte Woche bei meinem Wocheneinkauf ziemlich Mühe mein Zero-Waste-Vorsatz umzusetzen. Es ist gar nicht so einfach, wie ich dachte und deshalb habe ich mir ausführlich Gedanken darüber gemacht und euch die 10 besten Tipps für eine plastikfreie Küche zusammengestellt:

1) Verwende Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie

Das unsere Umwelt am Übermass von Plastik leidet ist uns inziwschen allen klar. Bestimmt habt ihr auch schon Bilder der überhäuften Meere und der kranken Tiere gesehen. Aber nicht nur unsere Umwelt leidet am übermässigen Plastikverbrauch, nein - auch für unsere Gesundheit stellt das Verpacken von Lebensmitteln in Plastikfolien und Plastikdosen eine Gefahr dar.

Was einige leider nicht wissen: Durch die Aufbewahrung von Lebensmitteln in Plastik können gesundheitsschädliche Stoffe aus dem Kunststoff in die darin verpackten Lebensmittel übergehen. Diese gelangen dann über unser Essen direkt in unserem Körper. Die sogenannten Weichmacher wie BPA sind sehr bedenklich und werden sogar mitverantwortlich gemacht für diverse Krankheiten.

Die bessere Alternative zur Frischhaltefolie stellt das wiederverwendbare Bienenwachstuch dar. Dieses schützt Brot sogar deutlich besser vor dem Austrocknen als Folie oder Papier. Auch das Abdecken von Salat- oder Müslischalen geht damit ganz gut, so dass ihr bedenkenlos euer übrig gebliebenes Essen wieder in den Kühlschrank stellen könnt.

2) Kaufe unverpackt

Der meiste Abfall in der Küche entsteht definitiv beim Einkaufen. Im Supermarkt findet man fast nichts, was nicht in Plastik verpackt ist. Manchmal beobachte ich Leute am Obst- und Gemüseregal dabei, wie sie für jeden Artikel ein extra Plastiksäckchen verwenden. Dabei sind die Säckchen noch das kleinste Problem, denn diese kann man wenigstens wiederverwenden. Noch schlimmer ist es, dass das meiste Obst und Gemüse, vor allem die Bio-Lebensmittel, in Plastik eingepackt sind. Das tut man, um die Bio-Sachen von den konventionellen Produkten zu unterscheiden. Dennoch wirkt es für mich absolut widersprüchlich.

Um diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten, sollte man auf Läden zurückkommen, die Lebensmittel unverpackt anbieten - sogenannte Unverpacktläden. Dort hat man die Möglichkeit, trockene Lebensmittel wie Reis, Nüsse oder Nudeln mit den selbst mitgebrachten Gläsern zu füllen. Eine andere Möglichkeit, Lebensmittel verpackungsfrei zu kaufen, bietet der gute alte Wochenmarkt sowie der Bio-Hof. Dabei kann man nicht nur Verpackungen sparen, sondern unterstützt auch noch die regionalen Bauern aus dem Umkreis.

3) Investiere in einen guten Mixer

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was dieser Tipp mit Plastikvermeidung zu tun hat. Ganz einfach: Mit einem guten Mixer könnt ihr mühelos viele Produkte einfach selbst herstellen. Dazu gehören beispielsweise Milchalternativen wie Mandel-, Reis-, oder Haferdrink. Aber auch Brotaufstriche, Bouillon und Snacks wie Energyballs, könnt ihr mit einem tollen Hochleistungsgerät selbst herstellen.

In meiner Küche steht der Thermomix TM5. Der kostet zwar eine Menge Geld, dafür habt ihr dann aber auch eine Investition fürs Leben. Mit seinem hochleitstungsstarken Messer und der Online-Rezeptdatenbank zaubert er mir wundervolle Köstlichkeiten.

4) Trinke aus Glasflaschen

Statt Getränke in Plastikflaschen zu kaufen, sollte man auf Flaschen aus Glas zurückgreifen. Die sind zwar schwerer zu schleppen, aber wesentlich nachhaltiger. Wobei Wasser in Flaschen zu kaufen im Prinzip sinnfrei ist. Trau dich, dreh den Hahn auf und trink das Wasser aus der (gefilterten) Leitung. Das kann man auch wunderbar in alte Flaschen abfüllen und mitnehmen. Inzwischen ist SodaStream ja in aller Munde. Wie heisst es so schön: Sprudeln, statt schleppen! Ich finde auch – wenn schon Mineral, dann nur selbst gesprudeltes. Und wenn euch das nicht schmeckt, könnt ihr euer Wasser gerne mit Zitronenschnitze oder anderen Früchten verfeinern.

5) Reste-Essen

Wer kennt es nich: Ganz oft kocht man zu grosse Mengen oder isst nicht so viel, wie gedacht. Die Lösung? Einfrieren! Das ist natürlich an sich schon nachhaltig, weil damit Food Waste reduziert wird. Nun könnt ihr das Ganze aber noch optimieren, indem ihr zum Einfrieren keinen Plastik verwendet, sondern euer Essen in Tupperware, Bambusbeutel, Papiertüten und Eiswürfelformen aufbewahrt.

6) Küchenpapier? Nein danke.

Okay, Küchenpapier besteht nicht aus Plastik. Das Prinizip und den Nutzen von Küchenrolle habe ich ehrlich gesagt trotzdem noch nie richtig verstanden. Ein Lumpen oder Handtuch erfüllt doch genau den gleichen Zweck, ist wesentlich nachhaltiger und auf Dauer auch um einiges günstiger.

Und ist es das wirklich wert, dass für ein bisschen Komfort hektarweise Bäume abgeholzt werden!?

Deswegen könnte man also sehr wohl sagen, dass Papier im Zweifel gar nicht viel besser ist als der böse Bruder Plastik. Übrigens ist auch recyceltes Küchenpapier keine echte Alternative zu normalem Küchenpapier. Beide Varianten sind nämlich in Plastik verpackt, nicht wiederverwendbar und werden trotz aufwendiger Herstellung nach einmaliger Verwendung weggeschmissen.

7) Arbeite mit nachhaltigen Küchenutensilien

Verwendet ihr schon Kochlöffel aus Holz? Ich arbeite in der Küche grösstenteils mit Hilfsmitteln aus Holz oder Edelstahl. Holzkochlöffel und Co. gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt oder online in zahlreichen, nachhaltigen Shops, die sich auf plastikfreie Haushaltsartikel spezialisiert haben. Wer mit Holz, Keramik oder Edelstahl arbeitet, kocht wesentlich hygienischer, unbedenklicher und nachhaltiger. Ausserdem sind diese Materialien weitaus langlebiger.

8) Eigene Kräuter anpflanzen

Wenn du einen Teil deiner frischen Lebensmittel selbst anbaust, kannst du diesen Verpackungsmüll ebenfalls einsparen. Du brauchst dafür noch nicht mal einen eigenen Garten, denn ein grosser Balkon, eine sonnige Fensterbank oder ein preiswertes Hochbeet eignen sich ebenso gut.

9) Einmachgläser statt Plastiktüte

Als ich zum ersten mal auf Pinterest oder Instagram Bilder von ordentlichen und perfekt aufgeräumten Küchen gesehen habe, hat es mich sofort motiviert, dies nachzumachen. Erst mit dem zweiten Gedanken kam es mir in den Sinn, dass es nicht nur mega toll aussieht, sondern auch dem Plastikverschleiss entgegenwirkt. Es macht einfach was her, die Lebensmittel in schönen Vorratsdosen aufzubewahren, oder?

Natürlich macht es wenig Sinn, wenn ihr eure Vorräte im Supermarkt kauft und sie dann Zuhause einfach umfüllt. Das ist nicht die Idee von zero waste. Deswegen: Überlegt euch, wie ihr eure Flocken, Nüsse und Nudeln schon möglichst verpackungsfrei einkaufen könnt.

10) Kaffeekapseln und Teebeutel? Alles von gestern!

Kaffeekapseln (ob aus Plastik oder Alu) sind schon seit 2018 ein absolutes No-Go. Wenn man bedenkt, was wir mit den Alukapseln unserem Körper antun, vorallem wenn man diese regelmässig verwendet. Trinkt also Filterkaffee, verwendet die gute alte Mokka, steigt auf eine Pad-Maschine um oder investiert in eine Kaffeemaschine, die euch direkt und frisch die Bohnen mahlt. Und denkt daran: Wenn Kaffee, dann bitte nur bio und fair gehandelt.

Schritt für Schritt! Die Umstellung braucht Zeit.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man oft von heute auf morgen alles ändern will. Lasst euch Zeit und ändert eure Gewohnheiten Schritt für Schritt. Es macht keinen Sinn, jetzt einfach alles Plastik wegzuwerfen oder Utensilien mit Neuen zu ersetzen. Denn nachhaltig zu leben heisst eben auch, Gegenstände die wir bereits besitzen, so lange wie möglich zu gebrauchen. Ich wünsche euch viel Spass beim Umgestalten der Küche :-)

Herzlichst

MoreNa


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